Archiv für Oktober 2009

dj dj

Am kommenden Wochenende gibt es wieder verschiedene Veranstaltungen. Hier kommen die, die ich besuchen werde.

Donnerstag, 29.11.09, Erfurt, E-Burg, Click Click Decker und Petula.

Am Freitag werde ich nach Nordhausen in die Destille gehen. Dort ist eine Party von Quintenzirkel und auflegen werden:

Pour l‘acoustique

Taron Trekka

Johannes Moses

Dan Catric

Cortex Delay

Steven Morgenstern

Ab Samstag werde ich meine Eltern besuchen und viel kochen.

Veranstaltungen zu rechten Tendenzen in Subkulturen

Mit Bitte um Weiterleitung und Veröffentlichung wurde mir folgende Veranstaltungsankündigung per Email zugesandt.

Infoveranstaltungen zu dem Thema Rechtsrock, rechtsoffenen Strukturen und
die aktuelle Problematik rechter Tendenzen in der Skinhead und
Punksubkultur.

Gerade in letzter Zeit tauchen immer wieder Diskussionen um Bands auf, die
vermeintlich „unpolitisch“ sind aber Querverbindungen zum rechten Milieu
aufweisen. Der Konsens „mit Nazis trinkt und feiert mensch nicht“ ist
längst gebrochen. Und so verwundert es nicht, das Bands wie „Stomper 89“
in linken Läden wie dem Conne Island in Leipzig spielen dürfen und in den
AJZ’s der Republik Shirts mit Aufdrucken von Bands wie „Freiwild“ oder
„Krawallbrüder“ nicht unbedingt eine Seltenheit sind. Der Begriff
„Grauzonen-Bands“ hat sich für diese Sorte von Bands mittlerweile
etabliert und selbst die rechtsoffene Oi!-Szen hat sich derzeit des
Begriffs bemächtigt und koketiert mit dem Label „Grauzone“.
Die Veranstaltung bietet einen Einstieg in die Grauzonen-Thematik.
Weiterhin wird auf rechte Verstrickungen von Bands, so wie auf den Bereich
Rechtsrock und NS-Hardcore eingegangen. Aus den verschiedenen Spektren
werden jeweils ein paar Protagonisten dieser Strömungen vorgestellt.

Donnerstag, 22.10.2009 | 20 Uhr | Friedrich-Schiller-Universität | Jena

Freitag, 23.10.2009 | 19 Uhr | Linxxnet | Leipzig

veranstaltet von North East Antifas und Siempre Antifascista

(Auf der Siempre Antifascista Homepage sind interessante Texte zu finden über Nazimorde und vorallem Nazistrukturen in anderen Ländern, ausserdem Aufruf zu der Demo und Infos zu Veranstaltungen)

Antisemitismus in Europa

via Scheckkartenpunk

Ziemlich krass!

Tanzen gehen!

Das kommende Wochenende muss wieder hart geraved werden. Wie immer gibt es hier pünktlich Termine für jeden Hobbyraver und natürlich auch für diejenigen die aus voller Lebenskraft tanzen gehen und Techno ausleben!

Freitag wird das Kollektiv Turmstrasse zu Gast im Sweat Club in Leipzig sein.

Nach Erfurt kommt Erobique in den Presseklub , diese Party wird von Una Konzerte organisiert.

Ab Samstag 21.00 Uhr wird es im Centrum eine 24h non-stop Party geben.

Wolke, dOp und die größte Polonaise Thüringens!

Das war ne Feierei. Der Shit steckte mir noch bis gestern in den Knochen und im Bauch, aber für das nächste Mal Wolke bin ich motiviert!

Ich soll auch mit drauf sein^^

Ein Jahr ohne Haider! Feierei!

Mit neun Tagen Verspätung feier ich nun auf meinem Blog das einjährige Jubiläum des Todes vom widerlichen Rechtspopulisten aus Österreich, Jörg Haider. Am 11. Oktober verstarb Haider in seiner Karre im Suff.

via

KIZ – Straight outta Kärnten

PS: ich habe Jörg Haider den Alkohol in den Alkohol geschüttet!

Destille Nordhausen

Auf Indymedia wurde vor ein paar Tagen ein Text gebloggt der sich unter anderem kritisch mit der Destille in Nordhausen beschäftigt. Dieses Pamphlet wurde vermutlich von Menschen aus den Gruppen „antifa nordhausen“, „infocafe egal nordhausen“ und „radium 11 nordhausen“ verfasst. Ich möchte ihn hier unkommentiert zeigen.

„In Provinz-Regionen, wie Nord-Thüringen, ist meist der (Selbst-)Schutz vor gewalttätigen Angriffen und rassistisch und antisemitisch motivierten Übergriffen Anlass, sich in einer antifaschistischen Gruppe bzw. einem antifaschistischen Zusammenhang zu organisieren. Eine organisierte politische Arbeit spielt dabei meist eine untergeordnete bzw. gar keine Rolle. Es geht vor allem zuallererst um die immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit gewaltbereiten extrem Rechten, aus dem Spektrum der »freien Kameradschaften«, den sich selbst bezeichnenden »Autonomen Nationalisten« und den lose bis gar nicht organisierten (sich selbst bezeichnenden) »Nationalen Sozialisten«, rechten Fußball-Hools und denen, die einer rechten, rassistischen und antisemitischen Ideologie anhängen. Daran wird sich orientiert und politisiert.

Bleibt eine Gruppe/ein Zusammenhang über längere Zeit bestehen, so widmen sie sich auch anderen Politikfeldern. Ein Schwerpunkt liegt dabei meist auf selbst-bestimmten und -verwalteten Freiräumen. -bzw. sollte er darauf liegen.- Da wo Freiräume bestehen, entwickelt sich allmählich eine dazugehörige Infrastruktur von Infoläden, Kneipen und Treffpunkten. Die Existenz solcher Freiräume war und ist für die politische Arbeit von antifaschistischen und linken bis hin zu linksradikalen Menschen von großer Bedeutung. Dort, wo Freiräume und Treffpunkte fehlen, haben es antifaschistische Gruppen/Zusammenhänge/Menschen erheblich schwerer sich zu organisieren, zu agieren und sich zu bewegen. Zwar stellen solche Freiräume und Treffpunkte ein beliebtes Angriffsziel für die extrem Rechten dar, doch schweißen Angriffe die Betroffenen zusammen und stärken ihren Organisierungsgrad und dessen Agieren. Mitunter, und gewünschter Effekt, gelingt es aus der Defensivposition herauszukommen und durch entschlossenes Auftreten den gewaltbereiten und extrem Rechten die Plätze und Räume zu nehmen, sie zu bekämpfen.

Werden aber, wie im Fall der »Destille« Nordhausen, Freiräume, in denen bisher extrem Rechte keinen Zutritt hatten bzw. bekamen, durch ihre Besitzer »entpolitisiert« setzt ein Effekt ein, der nicht geduldet und nicht hingenommen werden kann. Seit Wochen häufen sich die Beobachtungen und Berichte, dass extrem Rechten Einlass gewährt wird und sie ungehindert, durch Aussagen des Personals und der Betreiber/Besitzer, ihre Getränke zu sich nehmen können. Sollte es dann dazu kommen, dass die Betreiber/Besitzer bzw. das Personal auf die Personen angesprochen werden, dann wird beschwichtigend abgewunken: »Wir haben mit Politik nichts im Sinn.« oder »Die wollen auch nur ihr Bier trinken und wenn dir/euch das nicht passt kannst du/könnt ihr ja gehen!« oder »Ihr Linken könnt ja auch hier trinken.«. Mitunter geht es sogar soweit, dass wenn engagierte AntifaschistInnen die extrem Rechten am Zutritt hindern wollen, sie gar nach draußen befördern wollen, sie Hausverbot ausgesprochen bekommen oder ihnen mit Polizei gedroht wird. Sicher, die Besitzer bzw. Betreiber der »Destille« sind in keinerlei politischen – gar antifaschistischen Zusammenhängen engagiert. Doch der Club stellte seit Jahren einen Ort dar, wo eben extrem Rechte keinen Zugang bekamen, wo Hardcore-/Punkkonzerte stattfinden konnte, wo es Reggae-/Drum&Bass-Parties gab, wo antifaschistische, alternative und linke Menschen feiern konnten. Die »Destille« lebte unter anderem von selbstorganisierten Konzerten und Parties und außerhalb solcher Events von dem dazugehörigen Publikum. Freiräume sind in Provinz-Regionen, wie Nord-Thüringen, eine Seltenheit. Wenn dann Gespräche mit Betreibern/Besitzern an deren Ignoranz und Arroganz scheitern, dann wird es Zeit für ein Umdenken und Zeit für ein entsprechendes Handeln.

Doch leider ist es so, dass dort, wo antifaschistische Arbeit und Politik wichtig ist (überwiegend in den Provinz-Regionen) und Kontinuität erzielt werden muss, immer wieder personelle Wechsel stattfinden und beschriebene Freiräume/Treffpunkte wegfallen. Das Fehlen der personellen und strukturellen Kontinuität erschwert die antifaschistische Arbeit und Politik ungemein und macht sie mitunter (fast) unmöglich.

Hinzu kommt das nahezu Fehlen einer aufgeklärten und sensibilisierten, sowie kritischen Öffentlichkeit. Wenn es kaum mehr gelingt, durch das Öffentlichmachen (extrem) rechter Aktivitäten und (Neu-)Rechter Ideologien bei großen Teilen der jeweiligen Bürgerinnen und Bürger der Region/des Ortes zumindest Betroffenheit auszulösen und stattdessen antifaschistische Menschen als Unruhestifter und als »Standortproblem« wahrgenommen und angesehen werden, dann ist ein Umdenken unumgänglich.

Sicherlich ist das mit ein Grund dafür, dass die Bündnisarbeit mit zivilgesellschaftlich engagierten Kräften für viele Antifas ein Bestandteil der politischen Arbeit darstellt. Zeitweise ist dadurch, bei allen bestehenden Schwierigkeiten, die Möglichkeit gegeben, außerhalb von (autonomer) organisierter antifaschistischer Arbeit und Politik, Menschen für antifaschistische Inhalte zu interessieren und zu mobilisieren. Allerdings ist zu beobachten, dass, bei den »potentiellen« BündnispartnerInnen, Antifaschismus nicht als Teil eines politischen Konzeptes verstanden wird bzw. es Teil des politischen Konzeptes ist. Sie handeln lediglich oft aus dem Bauch heraus und unter dem Motto: »Der 2.Weltkrieg, die NS-Zeit und der Faschismus war(en) schrecklich!«, ab und an wird die Shoah noch mit benannt. Leider geschieht das nicht aus der Fragestellung heraus: »warum war so etwas möglich und wie konnte es sich durchsetzen?« und »was gibt es heute davon immer noch oder wieder?«. Wenn doch, dann müsste heftige Selbstkritik geübt werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass Antifas es mit einer anti-extremistischen Öffentlichkeit zu tun haben, die eher liberal (regional unterschiedlich, mehr rechts als liberal) als links ist und antifaschistische Arbeit und Politik, aufgrund der Gleichsetzung von Rechts-Links, de facto entmündigt. So wird Antifaschismus auf eine, wenn überhaupt, ehrenwerte moralische Haltung reduziert. Wo eine Auseinandersetzung über die NS-Zeit und den bestehenden und aktuellen (extrem rechten) Zuständen, in der Gesellschaft fehlt – genauso wie das Bewusstsein um die politische Dimension, die damit einhergeht. So wird Antifaschismus als eine Bedrohung für andere gesehen, im besonderen durch engagierte Antifas.

Darin besteht sicher eine mögliche Bedeutung und Chance von Bündnissen, es kann nachgefragt werden und es besteht die Möglichkeit, eigene Positionen zu erklären und zu festigen, gar zum Bestandteil der Bündnisarbeit werden zu lassen. Allerdings hat sich in den letzten Jahren gezeigt, das Themen wie z.B. der neue deutsche Antisemitismus (vor allem der in der »Mitte der Gesellschaft«) oder das Aufkommen eines erstarkten Nationalstolzes (das »Wir«-Gefühl) es über die Bündnisarbeit hinaus nicht in die Gesellschaft geschafft haben und es auch sonst schwer bis unmöglich scheint Inhalte zu thematisieren. Anhand allein dieses Umstandes muss doch klar die Frage lauten: »Sind Bündnisse ein allgemein gutes Podium für die Themen, oder sind sie doch einfach nur ein taktisches Mittel in bestimmten Situationen?«

Anmerkung:

Dieser Text entstand aus den Beobachtungen und Erfahrungen der letzten Jahre heraus. Er soll ein wenig die bestehenden (derzeitigen) Probleme wiedergeben und die Schwierigkeit antifaschistischer Arbeit und Politik in provinziellen Regionen beleuchten. Der Text ist eine subjektive Wiedergabe und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, aber auf wahren Inhalt. Ebenso ist er, wie die Beobachtungen, nicht abgeschlossen. Zu den angeschnittenen Punkten ließe sich seitenweise und ausführlicher schreiben. Allein schon, das die extremen Rechten in Nordhausen feste Stammkneipen/Treffpunkte haben, doch das kann und wird folgen. Der Text kann gerne kopiert und weitergegeben werden! Ergänzungen, Diskussionen sind erwünscht!

»Stay Rude, Stay Rebel And Don’t Be Paranoid!« „

In den nächsten Tagen werde ich wahrscheinlich auch einige Zeilen zum besagten Thema verfassen.

Ausserdem sei ausdrücklich darauf hingewiesen dass ich mit keiner dieser Gruppen etwas zu tun habe.

thrillah

für succesless:

via modus