Archiv der Kategorie 'Provinzgeschichten'

Zivilcourage heißt Angriff!

Unterwirbach. Am Freitag, gegen 20 Uhr, wurde ein 17-Jähriger von einem 19-Jährigen mit einem Baseballschläger in Unterwirbach verprügelt. Der Täter verlor die Beherrschung, weil er Wahlwerbung der NPD in seinem Briefkasten vorfand, die der 17-Jährige verteilt hatte. Außerdem wurde das Opfer mit Fußtritten attackiert und verletzt, so dass es mit einem Rettungswagen in die Klinik gebracht werden musste.

via

…gegen jede Realität

Auf dem Blogsportplaneten gibt es seit kurzer Zeit eine lustige Verarsche der Blogs TrueVeganLove, Gemüsegarten, Gruppe gegen deutsche Normalität, HumanTraffic und meines Blogs, Schlaraffenland. Diese neue Gruppe nennt sich „…gegen jede Normalität“ und ist unter http://barbe.blogsport.de erreichbar.
Ein erster Artikel ruft zum Boykott des Halberstädter Zorafestes auf und wirft diesem auf Grund des Flyerlayouts und des dort stattfindenden Kinderschminkens Antizionismus, Antisemitismus, Islamofaschismus und Stalinismus vor. Anstatt dieser Feierlichkeit organisieren die Barb(aren) einen IDF-Rave mit dem DJ Maximalgeflüster und eine Vortragsveranstaltung unter der Leitung Juistoos Waredmuellas.
Ort und Datum stehen noch nicht, aber können mit Sicherheit auf dem Blog nachgelesen werden.

viel Spaß

… Magdeburger Verhältnisse in Bad Oldesloe


Am Freitag, den 17.7.2009, kam es in und im Umfeld des linken Bad Oldesloer Jugendzentrums „Inihaus“ zu massiven verbalen wie körperlichen Übergriffen auf zwei Mitglieder unserer Gruppe. Die Angreifer stammen zum Großteil aus der Antifa Bad Oldesloe sowie dem „Inihaus“-Plenum. Wir wollen hier kurz die Geschehnisse dokumentieren und fordern in jedem Falle Stellungnahmen des „Inihauses“ sowie der Antifa Bad Oldesloe.

Wie oben bereits geschrieben, besuchten am 17.7.2009 zwei Mitglieder unseres Zusammenschlusses das „Inihaus“. Bereits bevor die beiden überhaupt den Eingangsbereich betreten konnten, kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen mehreren „Antifas“ und unseren beiden Genossen, die mit den üblichen Pöbeleien gegen „Antideutsche“ begannen und in geschichtsrelativierenden und teilweise mindestens sekundär antisemitischen Aussagen der „Antifas“ endeten. Hierbei fielen Sätze wie „Israel ist ein faschistischer Staat“ und – sinngemäß – „die Opfer von damals sind die Täter von heute“. Sätze, die nicht aus dem Munde bekennender Neonazis oder Islamisten kamen, sondern von sich selbst als solche bezeichnende „Antifaschisten“. Hierbei eskalierte die Situation zum ersten Mal und einer unserer Genossen erhielt eine Kopfnuss, weil er versucht hatte, den Angreifer davon abzuhalten, auf unseren zweiten Genossen loszugehen. „Grund“ für diesen ersten körperlichen Angriff war eine Äußerung unseres Gruppenmitglieds, dass er solche Aussagen wie die oben genannten von einem Nachfahren deutscher Täter unerträglich findet. Vorher hatte der Angreifer noch indirekt die deutschen „Vertriebenen“ aus Ostpreussen mit den Opfern des Holocausts gleichgesetzt.
Allein solche Aussagen sind ein Skandal und Ausdruck einer perfiden Ideologie. Derjenige, der ein solches Weltbild vertritt, in dem Israel als ein faschistischer Staat gilt und die israelische Verteidigungspolitik mit dem Vernichtungswahn der deutschen Nationalsozialisten gleichgesetzt wird, ist vielleicht besser bei der NPD oder der islamistischen Sekte „Milli Görüs“ aufgehoben.

Doch es blieb an diesem Abend nicht bei diesen Ereignissen. Auf die beiden Genossen wurde im Eingangsbereich ein Stuhl geworfen und am frühen Morgen eskalierte die Situation völlig: Unseren Gruppenmitgliedern wurde ein Hausverbot ausgesprochen, „Antideutsche“ würden im „Inihaus“ nicht geduldet und sie sollten sich „verpissen“. Dabei kam es zu einer regelrechten Hetzjagd von 6-8 Personen, zum Großteil Mitglieder der Antifa Bad Oldesloe, auf einen unserer Genossen, in deren Verlauf schliesslich eine Flasche auf ihn geworfen wurde, die ca. 2 Meter neben ihm zerbrach. Dieser Flaschenwurf, mit dem bewusst schwere Verletzungen einer ungeschützen Person in Kauf genommen wurden, stellte den absoluten Höhepunkt des Abends dar und zeigt eine Gewaltanwendung, wie sie sonst nur in körperlichen Auseinandersetzungen mit Neonazis vorkommt.

Diese Gewalteskalation und die vorangegangenen Aussagen fügen sich hervorragend in das Gesamtkonzept einer derart verkommenen Linken ein, die von materialistischer Kritik, Antisemitismus und vernünftiger Staatskritik soviel verstanden hat, wie „Pro Köln“ von Islamkritik. Stattdessen geht man in kollektiven Gewaltorgien auf, die statt Neonazis, bei denen die Gewaltfrage defintiv zu stellen wäre, „Yuppies“ oder „Bullen“ diesmal wiederholt die allseits verhassten „Antideutschen“ getroffen haben. Wer nicht in der Lage ist, vernünftig zu diskutieren, seine eigenen wahnsinnigen Positionen zu reflektieren, greift zum Mittel der Gewalt. So wie Antiimps in Magdeburg pro-israelische Veranstaltungen angriffen oder in Hamburg vor einigen Jahren israelsolidarische Antifaschisten aus einer Demo geprügelt wurden, so erging es an diesem Abend auch Schleswig-Holsteiner „Antideutschen“. Die jahrelangen innerlinken Diskussionen über Antisemitismus und Antizionismus scheinen wohl nie ihren Weg in die norddeutsche Provinz gefunden zu haben. Hier gilt anscheinend nach wie vor das Verdikt, wer sich für bedingungslose Solidarität mit der Staat gewordenen Konsequenz aus Auschwitz und jahrhundertelangen Antisemitismus ausspricht, dem gehört einfach eine „aufs Maul“ gehauen.

Die Schleswig-Holsteiner Szene, insbesonders die aus dem Raum Lübeck, Bad Oldesloe und der umliegenden Käffer, holt damit eine Entwicklung nach, die bspw. in Berlin oder auch Hamburg zum Teil schon längst abgehandelt ist. Dort mag man zwar auch keine „Antideutschen“, aber die Zeit, in denen diese und deren Veranstaltungen gewalttätig angegriffen wurden, ist bis auf wenige Ausnahmen längst vorbei. Nach Gründung unseres Zusammenschlusses im November vergangenen Jahres kam es immer wieder zu Pöbeleien, Gewaltandrohungen bis hin zu gewalttätigen Angriffen auf uns. So wurde im Februar 2009 einer Person aus unserer Gruppe bei einem Konzert einer linken Gruppe im Lübecker Jugendzentrum „Burgtor“ mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Ende März kam es zu einer Schlägerei mit einem „Avanti“-Mitglied vor der Lübecker „Walli“. Sogar in Hamburgs heiligen Hallen autonomer Kiezmilizen, der „Roten Flora“, kam es zu Gewaltandrohungen gegen uns. Die Geschehnisse vom vergangenen Freitag stellen allerdings die Spitze des Eisbergs dar und sind so auch nicht weiter hinnehmbar. Wir werden uns bei weiteren Fällen, in denen es zu Gewalttätigkeiten gegen Personen aus unserer Gruppe oder aus unserem Umfeld kommt, uns auch die Möglichkeit, rechtsstaatliche Mittel in Form von Strafanzeigen gegen den/die Angreifer anzuwenden, vorbehalten.

Wo sie sich ernsthaft vorwagen bei antisemitischen Manifestationen, müssen die wirklich zur Verfügung stehenden Machtmittel ohne Sentimentalität angewandt werden, gar nicht aus Strafbedürfnis oder um sich an diesen Menschen zu rächen, sondern um ihnen zu zeigen, dass das einzige, was ihnen imponiert, nämlich wirklich gesellschaftliche Autorität, einstweilen denn doch noch gegen sie steht.

(Theodor W. Adorno – Erziehung nach Auschwitz)

Gruppe Sur l‘eau

…die Spinnen die Deutschen!

nationenkonstrukt überwinden

nicht vergessen! am mittwoch nach weimar in die gerber. gerüchten zufolge soll es sogar einen kostenlosen sektempfang geben. wenn das nicht mal ne motivation ist.


Das Konstrukt Nation überwinden! (10/06/2009)
Vortrag und Diskussion mit einem Referenten des BiKo Erfurts anschließend Bar und Musik

2009 ist in Deutschland das Superjahr. Vor 20 Jahren fiel die Mauer und stellte so die nationale Einheit wieder her. Vor 60 Jahren wurde das Grundgesetz verabschiedet und war nun Wegweisend für eine „neue“ deutsche Nation. Vor 15 Jahren zogen die letzten Soldaten der Roten Armee aus Deutschland ab. Vor zehn Jahren nahmen Parlament und Regierung ihre Arbeit in der alt-neuen Hauptstadt Berlin auf. Grund genug für die Deutschen, sich selber einmal wieder gründlich zu feiern. Nationale Feiertage und historische Ereignisse sind von hoher Wichtigkeit für den nationalen Gründungsmythos, der den Kitt darstellen soll einer Gesellschaft der „vereinzelten Einzelnen“ (Theodor W. Adorno). Dass Nationalismus und Rassismus nicht nur Probleme der Radikalen Rechte sind, zeigt die Asylpolitik der Bundesrepublik, die Zahlen der Todesopfer an der EU-Außengrenze, welche sich monatlich zwischen 100 und 300 bewegen (im März 2009 waren es laut „Borderline Europe“ mindestens 316), der immer wiederkehrende mediale Aufschrei, wenn wieder einmal so genannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ straftätig werden, oder der alljährliche Nationale Taumel zu Fußball Großereignissen.
Ein Superjahr dürfte 2009 allerdings auch für die NPD werden, welche durch den Fall der 5-Prozent Klausel in Thüringen in so manchen Stadtrat einziehen wird. Dies ist nur symptomatisch für ein Deutschland, in dem der Stolz auf die eigene Nation wieder zum guten Ton gehört und wird sich schwer verhindern lassen, so lang Zwangskollektive das Miteinander der Menschen bestimmt.
Deshalb betrachten wir es als notwendig, eine kontinuierliche Kritik an dem Konstrukt der Nation zu üben. Am Mittwoch den 10. Juni findet die Veranstaltung „Das Konstrukt Nation überwinden“ statt, welche sich speziell mit den Gründungsmythen der deutschen Nation auseinandersetzt, zu der wir alle Interessenten herzlich einladen.

Vortrag und Diskussion am 10. Juni ab 20 Uhr in der Gerberstraße 1, danach Soli-Bar und Musik von DJ Android Dance (electro, minimal)

Ankündigungstext des Vortrags:

Nationalismus der Mitte

„Du bist Deuschland“ und nicht Europameister, aber Fahnen hängen trotzdem überall. Es ist deutlich sichtbar, daß Nationalismus in Deutschland kein Privileg Baseballschläger schwingender Nazi-Skins ist. Gerade mit den Fußball-Ereignissen der letzten Jahre hat sich durchgesetzt, daß die Mitte sich ganz selbstverständlich positiv auf ihren Staat bezieht.

Aber für was steht der schwarz-rot-goldene Lappen eigentlich? Für Hermann den Cherusker, Bonifatius und Friedrich den Großen? Lothar Matthäus, Jügen Klinsmann und Franz Beckenbauer? Sauerbraten, Thüringer Bratwurst und Labskaus?
Ausgehend von zwei Arbeitsdefinitionen des Nationalismusbegriffes wollen wir in Frage stellen, ob der Kern nationaler Identität wirklich gemeinsame Sprache, Geschichte, Kultur und Territorium ist. Vielmehr sind wir der Ansicht, daß die die meisten dieser Merkmale Mythen sind, die im Nachhinein konstruiert wurden, um die Nation mit einem überzeugenden Fundament zu versehen. Darüber hinaus behaupten wir, daß die nationalen Mythen in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht ständig aktualisiert werden. Warum werden diese Mythen gepflegt? Gerade in Krisenzeiten ist es nötig, Gemeinsamkeiten in einem ständigen Aufwand immer wieder herzustellen, damit der gesellschaftliche Zusammenhang nicht seinen eigenen Zerfallstendenzen zum Opfer fällt.
Wir wollen in der Veranstaltung darstellen, wie besagte Mythen im Kontext der historischen Entwicklung des Nationalstaats entstanden sind und wie sie heute aufrecht erhalten werden. Darüber hinaus geht es um die TrägerInnen nationaler Ideologie, speziell darum, welche Diskurse seit 1990 einen Nationalismus der Mitte befördern.

Die Analyse nationaler Mythen und Diskurse erlaubt es, NationalistInnen als das zu kritisieren, was sie sind: „ideologische Banditen“ (Elie Kedourie), die in das Wohl einer imaginierten Gemeinschaft über das Wohl des Einzelnen stellen, was weder den Eingeschlossenen noch den Ausgeschlossenen ein gutes Leben ermöglicht.

Eine Veranstaltung der kommunistischen Gruppe „Surpasser“ aus Weimar

Erfurt – du alte Scheiße



die partei gibt es tatsächlich…

-

und von so ner hotline hab ich auch noch nie etwas gehört…



letzteres via sabotnik

5 Jungs aus Waiblingen, alta yo

Querfront am 1 Mai – ekelhaft

In Nordhausen störten Neonazis ein „Bratwurstfest“ des DGB. Im Gepäck hatte die Bande 3 Transparente mit den Aufschriften „Der wahre Antifaschismus ist national“, „Krieg den deutschen Zuständen“ und noch eins das ich nicht entziffern kann.



Quelle NNZ-Online

In der Hauptstadt des Antiimperialismus, Magdeburg, kam es zu einer ähnlichen Situation, nur das diese Demonstration angemeldet war.